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Wie vegan ist Honig? 16 Alternativen die du kennen solltest

Aktualisiert: 12. Juli 2021

Weshalb Honig Konsum tatsächlich schadet und welche Alternativen dir zur Verfügung stehen, erfährst du heute in diesem Beitrag.

Honig mit Milch das kennst du bestimmt noch aus deiner Kindheit. Kalte Tage, Regenwetter, eisige Finger, Nase und Füße, das ist dir sicher nicht unbekannt. Wenn die Nase trieft und ein kratziges Gefühl in Hals und Brust wütet, ist Honig mit Milch eines der ältesten und bekanntesten Hausmittel.

Dass vegan lebende Menschen auf Milch verzichten, versteht sich von selbst. Doch warum auf Honig? Die Bienen werden weder in Gefangenschaft gehalten und natürlich auch nicht gemolken. Was ist es also, was den Konsum von Honig so schädlich für die Tier- und Menschenwelt macht?


Was du bereits über Bienen weißt?

Bienen sind kleine fleißige Arbeiter der Natur. Sie fliegen von Blüte zu Blüte, streifen mit ihrem Leib über die Pollenstempel, die sogenannten Staubgefäße und die Pollen bleiben in ihren kleinen Pelz behaarten Körpern und vor allem an ihren Hinter Beinchen haften. Sie tragen also Pollen von einer Blüte zur nächsten, dabei werden jeweils einige Pollen der vorherigen Blüten dagelassen und neue aufgenommen um sie zur nächsten Blüte zu tragen. So bestäubt eine einzelne Biene im Verlauf eines Tages ca. 200 Blüten. Dies ist eine unersetzbar wichtige Arbeit, damit sich Samen und Früchte bilden können. Während ihres Aufenthaltes in der Blüte, trinken sie mit ihren Saugrüsseln den für Menschen noch unsüßen Nektar der jeweiligen Blüte. Außerdem nehmen sie auch den von anderen Insekten gebildeten Honigtau auf (z.B. von Blattläusen), der auf Pflanzen hinterlassen wird.




Was du vielleicht noch nicht wusstest?

Den Bauch bzw. den Honigmagen voll mit Nektar kehren sie in den Bienenstock zurück und würgen den Mageninhalt in eine Honigwabe. Die sogenannten Stockbienen saugen diesen Honig wieder ein und versetzen ihn weiter mit Magenenzymen und Speichel und „kotzen“ grob ausgedrückt den Nektar anschließend wieder in eine andere Wabe. So geht das von Biene zu Biene, von Wabe zu Wabe, bis der enzymversetzte Nektar dann soweit fermentiert ist, dass es letztendlich Honig ist und dann als Wintervorrat in den Waben gelagert wird. Honig enthält also alle LEBENSwichtigen Enzyme und lebensnotwendigen Nährstoffe für Bienen. Nicht für den Menschen!! Honig ist essenziell für Bienen um gestärkt über die kalte Jahreszeit zu kommen, gegen Schädlinge wie z.B. die Varoa Milbe gewappnet zu sein, um Krankheiten zu widerstehen und um die Temperatur im Bienenstock regulieren zu können. Wie gesagt, Bienenkotze ist für Bienen, nicht für den Menschen gedacht und wichtig um das Überleben des Bienenstamms zu sichern. Die Arbeit der Bienen ist ungeheuer wichtig für uns Menschen, da mehr als 1/3 aller Kulturpflanzen (Obst, Nüsse, Gemüse etc.) und 90% aller Wildpflanzen ausschließlich von Bienen bestäubt werden. Sicher bestäuben auch andere Insekten, sowie der Wind zahlreiche Pflanzen, jedoch haben Bienen bei der Bestäubungsarbeit in vielen Fällen eine Monopolstellung, die nicht durch andere Insekten oder den Wind ersetzt werden kann. Sprich die Arbeit der Bienen ist für uns Menschen, unseren Planeten und das Fortbestehen unseres Ökosystems essentiell wichtig. Der Honig ist für die Bienen essentiell wichtig. Ohne Bienen würde unser Ökosystem zusammenbrechen. Bienen sind enorm clever und lernfähig. Sie besitzen ein Karten- und Duftgedächtnis, das permanent erweitert und weitergegeben wird. Dazu nutzen Bienen als Kommunikationsmittel den sogenannten Schwänzeltanz um die Distanz sowie die Wegstrecke zur nächsten Nahrungsquelle und Gefahrenstellen, ähnlich wie ein Navigationssystem an die Stammesmitglieder weiter zu geben. Bienen können so sehr komplexe Kartografien in ihrem Gedächtnis speichern und sind sogar in der Lage eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Wie bereits erwähnt, bestäubt eine Sammelbiene bei täglich 10 Ausflügen mit 20 Blütenbesuchen ziemlich genau 200 Blüten am Tag. Jedes Bienenvolk teilt sich auf in etwa 2/3 Stockbienen und 1/3 Sammelbienen (Arbeiterinnen). Daraus ergibt sich eine Sammelleistung von 2.000.000 (2 Mio.) besuchten Blüten pro Tag. Ein kompletter Stock besteht aus ca 10.000 Bienen.

Um 1 Kilo Honig herzustellen, arbeiten 350 Bienen ihr ganzes Leben lang. Nun wird in den Imkereibetrieben von konventionellem Honig und auch in den meisten Privatimkereien, der Honig entnommen und durch Zuckerwasser ersetzt. Dieses Zuckerwasser beinhaltet nur leider nicht die Nährstoffe die Bienen zur Gesunderhaltung wirklich benötigen. Die Bienen werden in ihrem Fortbestand also schwer beeinträchtig. Der Erhalt der Bienen ist für uns Menschen jedoch unabdingbar. Zum Glück gibt es schon eine Hand voll Imker denen der Erhalt der Bienen wichtig ist und den Bienen KEINEN Honig wegnehmen.


Wer schon mal die Bienen bei ihren Arbeiten beobachtet hat, konnte sicher bemerken, wie sich an den Hinterläufen kleine dicke gelbe Beutel gebildet haben. Auch der restliche Leib ist oft mit gelben Pollensprenkeln übersät. Die Bienen schieben die Pollen in die kleinen Körbchen an den Hinterbeinchen. Diese dienen den Sammelbienen als eiweißreiches Futter und Wegzerrung. Diese Körbchen, ich nenne sie jetzt mal Beutel, nennt man auch Propolis. Zur „Gewinnung“ von Propolis werden sie vom Imker von den zarten Beinchen abgestreift, dabei werden nicht selten die zarten Gliedmaßen versehentlich aus dem Körper gerupft oder schwer verletzt und die Bienen müssten dann ohne ihre Hinterbeine auskommen. Dass das nicht nur schmerzhaft für das kleine wichtige Lebewesen ist, sondern dass sie künftig ihrer Aufgabe des Bestäubens und Sammeln nicht mehr nach kommen kann, dürfte wohl außer Frage stehen und jedem einleuchten.


Auch wenn du geglaubt hast, dass das „einräuchern“ zum Beruhigen der Bienen dient, damit sie den Imker nicht angreifen. Muss aufklärend erwähnt werden, dass dieses einräuchern einen Waldbrand simuliert. Die Bienen nehmen voller Panik möglichst viel Honig auf um sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause zu machen. Mit vollem Bauch kann sie nicht kämpfen. Zeit für den Imker ihr den Honig zu stehlen.


Weiter werden die Bienenköniginnen, die die Eier legen und bis zu sechs Jahre alt werden können, vor allem im Ausland bereits nach einem Jahr getötet und durch neue produktivere Königinnen ersetzt. Anfangs behauptete ich noch, dass Bienen nicht gefangen gehalten werden. Jedoch stimmt das nur bedingt. Bienen können zwar frei fliegen, aber sie sind dennoch an die Bienenbeute des Imkers gebunden, da den Königinnen die Flügel gestutzt werden. Nur sehr wenige vereinzelte Bio Imker verzichten auf das Stutzen der Flügel bei der Königin und riskieren damit ein Abwandern sobald die Königin den Standort als nicht mehr sicher empfindet oder das Volk zu groß für die bereitstehende Beute wird. Freiheit kann man das nicht wirklich nennen.


Und noch ein letztes : Deutschland ist der größte Honigimporteur weltweit (stand: 2009) und Honig wird nicht immer in Reinform veräußert, sondern findet sich in vielen Produkten wieder, bei deren Herstellung aus Kosten Gründen nicht auf den Fortbestand geachtet wird. Der meiste Honig stammt aus Massentierhaltung, wo es nur um den Profit geht, viele Bienen sterben während diesem Prozess, werden gestresst oder gar absichtlich getötet um die wenig Gewinn bringende Überwinterung zu umgehen. Die Genmanipulation die eine Reduzierung anderer Bienenarten zur Folge hat, das Splitting, sowie künstliche Befruchtung stehen auch hier auf der Tagesordnung. Im Grunde ist die Massentierhaltung der Bienen eine manipulative, konsum- und profitorientierte Industrie, genau wie Schweine-, Hühner oder Rinderzucht. In einigen chinesischen Provinzen wurden die Bienen bereits durch den Einsatz von Pestiziden ausgerottet, so dass nun billigste Arbeitskräfte versuchen deren Arbeit zu tun. Weltweit wäre das nicht tragbar! Mehr dazu im Film „More than Honey“ von Imhof.

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat

der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.

Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr,

keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

– Albert Einstein –


Aber Honig ist doch sooooo gesund! Leider gibt es viele Halbweisheiten, Mythen und Halbwahrheiten über die gesundheitlichen Aspekte von Honig. Es heißt Honig sei antiseptisch, hätte Heilungskräfte, sei magisch und immunstärkend. Tatsächlich ist Honig für den menschlichen Organismus schlichtweg Zucker. Zucker ist antiseptisch. So auch der im Honig enthaltene Zucker. Immunstärkend wirkt eher die mentale Einstellung zum Honig, sowie die Ruhe in der Genesungszeit. Das Nährstoffprofil ist für Bienen unersätzlich. Für den Menschen nicht!


Nun, welche Alternativen kommen für uns Tier- und Umweltschützer in Frage?

Wichtiger Disclaimer: Generell heißt nur Bienenhonig wirklich Honig, alles andere wird als Sirup oder Onig mit Buchstaben Vorsatz bezeichnet. So ist beispielsweise Manuka Honig genau wie Akazienhonig, Lavendelhonig, Buchweizenhonig, Lindenblüten, Quillajahonig, Löwenzahnhonig usw. tatsächlich Honig von Bienen produziert. Die Bienen werden dabei eben hauptsächlich auf diese Pflanzenarten angesetzt. Also nicht täuschen lassen, das sind alles KEINE Alternativen. Umgangssprachlich werden oft selbst hergestellte Alternativen ebenfalls als Honig bezeichnet, wobei es sich dabei tatsächlich um Sirup handelt. Also bitte aufpassen. Danke

1. Agavendicksaft ist der eingedickte Saft der Agave. Agaven wachsen sehr langsam in südlichen Ländern, meist Mexiko. Der Transport schlägt sich negativ auf die Ökobilanz nieder. Agavendicksaft ist mittlerweile in fast allen Supermärkten, im Bioladen und in Reformhäusern erhältlich. Meist wird Agavendicksaft in Plastikverpackungen angeboten. Um die Ökobilanz geringfügig zu relativieren, ist es empfehlenswert Agavendicksaft in einer Großverpackung, möglichst im Glas zu erwerben und nur in kleinen Mengen zu verwenden. Agavendicksaft ist süßer als Honig, jedoch weniger dickflüssig. Die Trockensubstanz besteht zu 90 - 93 % aus Fruktose und zu 7 - 10 % aus Glukose. Der Mineralstoffgehalt ist mengenmäßig nicht bedeutsam.


2. Ahornsirup, Hauptproduktionsland ist Kanada (80–90 % der weltweiten Produktion werden in und nahe der Provinz Québec erwirtschaftet), in den USA gilt Vermont als Hochburg des Ahornsirups. Aufgrund des Ursprungslandes ist auch auf die Ökobilanz zu schließen. Neuerdings wird auch Umkehrosmose verwendet, um den Sirup herzustellen. Aufgrund der hohen Energiedichte ist Ahornsirup jedoch nicht viel gesünder als Zucker. Ahornsirup hat jedoch mehr positive Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Mangan, Kalium, Calcium und Magnesium.


3. Apfelkraut und Birnendicksaft sind ebenfalls gängige Alternativen zu Bienenhonig. Da beide Alternativen inländisch hergestellt werden können, zeigt sich der ökologische Fußabdruck in einem positiven Licht. Mit 236 kcal auf 100 g Dicksaft zeigt diese Alternative als Kalorienärmer als Honig (302 kcal). Auch der Ballaststoffgehalt zeigt sich hier positiver mit ganzen 8,2 g gegenüber Honig (0,2 g).


4. Erythrit (auch Erythritol) ist ein Zuckeralkohol. Der Ausgangsstoff hierzu ist die Stärke. Enzyme bauen diese Stärke in einem biochemisch-enzymatischen Prozess ab. Erythrit entsteht also mittels mikrobieller Fermentation Erythrit ist nicht Karies fördernd und belastet auch nicht den Insulinspiegel. Es ist weitgehend Kalorienfrei. Der ökologische Fußabdruck steht aber leider in keinem guten Verhältnis zur leicht erhöhten Nährstoffmenge. Generell sollte hier auf das EU Siegel geachtet werden.


5. Dattelsüße ist wohl die gesündeste Variante unter den Sirups, Pasten und Honigalternativen. Datteln enthalten ca. 282 kcal pro 100 Gramm, also eigentlich nur 120 Kalorien weniger als herkömmlicher Zucker. Beachtlich ist jedoch dass Dattelsüße viele gesundheitsförderliche Eigenschaften mit bringt. Dattelsüße wirkt antibakteriell, liefert viele Vitamine und die Aminosäure Tryptophan aus der das Glückshormon Serotonin hergestellt wird. Dattelsüße enthält viel Kalium, Calcium und Magnesium, aber auch B-Vitamine (hauptsächlich B3 und B5), Beta Carotin, Folsäure, Phosphor und etwas Vitamin C. Außerdem zeigen klinische Studien das diese Süßungsvariante den höchsten Anteil an Antioxidantien aufzeigt. Datteln findest du in allen gängigen Märkten. Als getrocknete oder frische Frucht, als Mus oder als leicht dosierbare Süßung. Genau wie Agaven und Kokos wachsen in Deutschland keine Dattelpalmen, daher ist die Ökobilanz nicht so prickelnd. Tatsächlich ist der Transport aus Ländern wie der Türkei dennoch nicht ganz so dramatisch wie aus Regenwaldgebieten.


6. Kokosblütenzucker. Eigentlich ist Kokosblütenzucker nicht wirklich gesünder als Zucker. Dennoch lässt er den Blutzuckerspiegel weniger langsam steigen. Er schmeckt karamelliger und kann ebenfalls zur Sirupherstellung verwendet werden. Die Tatsache dass in Deutschland keine Kokospalmen wachsen verrät auch gleich wie es um die Ökobilanz bestellt ist. Kokosblütenzucker ist praktisch Palmzucker und wird genau wie Palmfett in Monokulturen in Regenwaldgebieten angebaut.


7. Manjok Sirup HVONEY von Genuss ohne Reue ist ein zuckerarmer Honig Ersatz, gewonnen aus dem aus der Manjok Wurzel enthaltenen Tapioka. Mit nur 0,7 g Zucker auf 100 g Hvoney gilt er als einer der zuckerärmsten auf dem Markt. Da es sich bei Hvoney um eine Eigenmarke der Firma Genuss ohne Reue handelt, kann über die Ökobilanz keine Angabe gemacht werden. Jedoch stammt Manjok aus Südamerika und ebenfalls aus Regenwaldgebieten. Ein regionaler Anbau kann nur in Botanischen Gärten erfolgen.


8. Ohnig von Veganz, schmeckt ziemlich authentisch mit Honigaroma. Veganz Produkte findest du im Edeka, Kaufland, Puroshop, Vekoop, Amazon, Real, Müller Drogeriemarkt und anderen Läden. Auch bei Ohnig verhält es sich wie bei Hvoney um eine Eigenmarke die auf Grundlage von Tapioka hergestellt wird. Immerhin ist die ECO Packflasche aus 50% recyceltem PET und das Etikett mit mineralölfreien Druckfarben bedruckt.


9. Sirup. Sirup kann aus Pflanzenteilen und Früchten sehr einfach selbst hergestellt werden. Doch die genauere Erklärung würde den heutigen Rahmen sprengen. Daher gibt es dazu zwei Grundrezepte direkt im Kochbuch unter "S" wie Sirup. Sirup zeigt sich daher aus ökologischer Sicht als gute Alternative, die nach eigenem Geschmack gestaltet und sehr flott zubereitet werden kann. Auch vom gesundheitlichen Aspekt kann Sirup, je nach Zutaten einen höheren Nährwert aufweisen.


10. Stevia. Heutzutage gibt es kaum noch jemanden, der noch nicht von Stevia gehört hat. Angeblich hat sie eine x-mal (ca. 450x) höhere Süßungskraft als Zucker. Aus eigener Erfahrung kann ich das nur bedingt bestätigen. Auch von den Backeigenschaften und dem speziellen Eigengeschmack, bin ich leider nicht so überzeugt. Doch kann man sich wirklich an alles gewöhnen und gesünder als Zucker, kalorienärmer und sinnvoller ist es allemal. Auch Stevia kann selbst angebaut werden und als hübsche Zimmerpflanze in der Wohnung verweilen. Da sie ganzjährig hohe Temperaturen benötigt, kann sie direkt in Deutschland nicht im Freiland angebaut werden. Jedoch ist über Crowdfarming eine Patenschaft möglich. Stevia gibt es bereits einsatzbereit in allen gängigen Märkten, als Pulver oder „Süßstoff“-Tabletten. Am Besten du probierst dich einfach durch.


11. Wonig ist ein Honig Ersatz der Firma Vegablum, der in Geschmack, Farbe und Konsistenz dem Bienenhonig sehr ähnlich ist. Es gibt ihn als Wonig Gänseblümchen, Löwenzahn, Löwenzahn-Ingwer, Löwenzahn-Minze, Apfel, Rose, Brennnessel, Apfel-Tonka, Apfel-Zimt, Apfel-Lebkuchen, Apfelkuchen, Apfel-Glühwein, Apfel-Chili, Ringelblume usw. Ein komplettes Probierset steht dir im Tab „Produkte“ zur Verfügung. Wonig von Vegablum ist auch in gut sortierten Biomärkten erhältlich. Wonig wird in einer kleinen Manufaktur in Plettenberg Deutschland gefertigt und basiert auf Pflanzen und Blütenextrakten aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Ökobilanz lässt herzlich grüßen. Der Deckel und das Etikett sind aus Graspapier und Vegablum benutzt zudem auch noch Ökostrom. Demnach eine klare Empfehlung.


12. Xylit Xylit wird industriell mit Säuren oder Laugen in mehreren Schritten hergestellt. Ausgangsstoff sind Pflanzenfasern (Holzzucker/Xylose) von Bäumen. In Finnland wird Xylit traditionell aus der Rinde von Birken hergestellt, daher wird er auch oft Birkenzucker genannt. Mittlerweile gibt es auch Verfahren, bei denen Xylit aus Maisstärke gewonnen wird. Xylit ist Kalorienärmer als konventioneller Zucker, dafür aber nicht Karies fördernd und belastet den Insulinspiegel kaum. Die Ökobilanz liegt nur im Mittleren Bereich, da das Herstellungsverfahren ziemlich aufwendig ist.

13. Yacon Sirup wird aus der Knolle der Yaconpflanze (Smallanthus sonchifolius) hergestellt. Yacon kann auch in Deutschland angebaut werden und wächst auch zuverlässig im heimischen Garten. Aus einem Selbstversuch kann ich dies bestätigen. Dabei habe ich eine alte Mörteltonne mit Yacon bepflanzt und die Ernte war überragend. Yacon ist ein Dahliengewächs und bildet auch entsprechend schöne Blüten. Tatsächlich sind alle Dahlienknollen eßbar, jedoch nicht alle gleichermaßen schmackhaft. Yacon ist auch mit der Sonnenblume und auch mit dem Topinambur verwandt. Die Blätter und Knollen ähneln optisch der Süßkartoffel. Eine Yaconwurzel kann bis zu 1 Kg schwer werden. Die Knollen können geraspelt, getrocknet und anschließend zu süßem Pulver verarbeitet werden oder als Sirup eingekocht werden. Um auch im nächsten Jahr die Ernte zu sichern, wird eine Knolle zurück behalten und wie Dahlien im Keller dunkel überwintert. Ökobilanz lässt positiv grüßen. Was die Verwendung von Yacon ebenfalls in ein gutes Licht rückt, ist ihre positive Wirkung als Nähr- und Heilpflanze genutzt bei Diabetes, Nieren und Leberkrankheiten sowie Verstopfung. Die Knolle kann wie gesagt zu Pulver und Sirup, aber auch zu Chips und Saft verarbeitet werden. Im Gegensatz zu anderen essbaren Knollen speichert Yacon seine Kohlenhydrate nicht in Form von Stärke, sondern größtenteils in Form von Fructooligosacchariden (FOS). Yacon ist kalorienarm und die enthaltenen FOS wirken sich positiv auf die probiotischen Bakterien aus, so dass dieses Süßungsmittel die Darmsanierung unterstützt. Wie du schon merkst ist das mein persönlicher Favorit für den Eigenanbau.


14. Zeronig schmeckt wie Honig ist kein Honig. Zeronig von Principessa´s ist eine vegane, zuckerfreie, glutenfreie Alternative aus fair gehandelten Zutaten. Inhaltsstoffe: Süßungsmittel Maltit, löslicher Ballaststoffsirup aus Tapioka, Wasser, Verdickungsmittel Carrageen, natürlicher Farbstoff Kurkuma, natürliches Aroma. Über die Ökobilanz kann bei diesem Eigenprodukt der Firma Pricipessa´s leider keine Angabe gemacht werden.


15. Zuckerrübensirup wird hauptsächlich in Deutschland produziert, hat einen kräftigen Eigengeschmack. Er schneidet im Bezug auf die Gesundheit etwas besser ab als herkömmlicher Zucker. Zu den gesunden Nährstoffen im Zuckerrübensirup zählen Kalium, Folsäure, Magnesium und er ist auch ein guter Eisenlieferant. Zuckerrüben werden als Vorkultur, Zwischen- oder Nachkultur und zur Bodenverbesserung vorwiegend im ökologischen Landbau eingesetzt. Also ein klares "JA" zu dieser Alternative.


16. Zucker kann zur Herstellung verschiedener Sirup Arten verwendet werden. Vorzugsweise sollte Roh-Rohrzucker statt raffinierter Zucker verwendet werden. Leider ist raffinierter Zucker in Reinform nicht empfehlenswert da er zu den ungünstigen Kohlenhydraten zählt und einen ungünstigen GLYX-Index aufweist. Außerdem ist raffinierter Zucker nicht vegan, fördert die Bildung von Kariesbakterien und führt schnell zu Übersäuerung des Organismus. Daher ist er eher sparsam zu verwenden. Mit Zucker und oben genannten Zucker- bzw. Honig Ersatzstoffen lassen sich jedoch viele verschiedene Sirups herstellen. Beispielsweise Holunderblütensirup, Quittensirup, Apfelsirup, Birnensirup, Gänseblumensirup und viele andere. Die Vorgehensweise ist dabei immer die Gleiche. Zum Beispiel werden Blüten mit einem Zuckerwasser Gemisch (1:1) übergossen, bis diese vollständig bedeckt sind eventuell wird die Mischung beschwert, damit die Blüten unter der Flüssigkeit verbleiben. Nach 24-48 Stunden und zwischenzeitlichem umrühren, wird die Mischung dann durch ein feines Sieb gegossen und aufgefangen in einen ausgekochten Glasbehälter abgefüllt. Um den entstandenen Sirup möglichst lange haltbar zu machen und gegen Fruchtfliegen und Lebensmittelmotten zu schützen, können die Glasbehälter noch eingeweckt werden.


Einwecken, eine nachhaltige Vorratshaltung neu entdecken.

Befüllte Glasbehälter, geschlossen in einen hitzebeständigen Behälter stellen, bis zum Rand mit kaltem Wasser befüllen und im Ofen bei 80°C für mindestens 40 min. besser noch 1 Stunde erhitzen. Die Zeit wird gezählt, sobald im Glas, die ersten Bläschen aufsteigen. So entsteht ein Vakuum. Eingeweckte Produkte sind zwischen 6 und 12 Monaten haltbar, manche sogar noch länger.


FAZIT: an erster Stelle stehen alle Alternativen, die im Eigenanbau hergestellt werden können, gefolgt von Zuckerrübensirup, Apfel- und Birnendicksaft, sowie Wonig von der Firma Vegablum.


Ich hoffe, dass dir dieser Beitrag viele neue Informationen und Hilfestellungen geleistet hat. Schreibe mir gerne welche Honigalternative du bevorzugst und teile mir gerne dein Lieblingssirup Rezept mit, falls du findest, dass es in der Sirup Sammlung nicht fehlen darf. Alles Liebe, Licht & Mut

Deine Arlaine

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